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Die Liebfrauenkirche an der Degerstraße
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Jeder Fußgänger, der von der Grafenberger Allee kommend in die Degerstraße einbiegt, geht geradewegs auf ein imposantes Gebäude zu: die Liebfrauenkirche. Als erstes fällt der Blick des Betrachters auf ihre fünf Portale und ihren 60 Meter hohen Turm, der immer noch alle benachbarten Gebäude überragt. Ein Blickfang ist die Kirche weiterhin durch die gelblichen Klinker, die sämtliche Außenmauern zieren.
Die Grundsteinlegung der neugotischen Hallenkirche war am 14.11.1890, zwei Jahre darauf wurde sie fertiggestellt und am 10. Juli 1892 durch Erzbischof Krementz feierlich konsekriert. |
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Im zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, wurde die Liebfrauenkirche ab 1947 wieder aufgebaut und konnte bereits ab Juni 1949 wieder benutzt werden. In den 50er Jahren wurden unter anderem der Turm - nun auf 60 Meter verkürzt - das Geläut und die Orgel erneuert.
Bis 1962 erfolgte die Neugestaltung des Innenraumes durch den Architekten G. Böhm u.a. mit dem neu geschaffenen offenen Umgang hinter dem Altarraum und dem fünfteiligen Fries von Th. Heiermann mit der Darstellung des Marienlebens über den Öffnungen zum Chorumgang. |
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Einige Impressionen aus dem Innerraum der Liebfrauenkirche
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Die letzte Umgestaltung des Altarraums wurde 1999 durch die Architekten P. Böhm und den Bildhauer M. Heiermann vorgenommen. |
| Blick in den Chorraum der Kirche (von der alten Orgelempore) |
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Dabei sind Altar und Tabernakelstele (auf dem massiven Blocks, der die bombengeschädigte Säule rechts vom Altarraum seit dem Krieg stützt) durch Material und Gestaltung aufeinander bezogen. |
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Ebenso korrespondieren das Ambo und die Buchablage unter der Marienfigur (aus dem ursprünglichen Marienaltar der Kirche, von F. Langenberg, 1896) an der linken Säule miteinander.
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Fenster "Die Vollendung der Welt" von H. Linnenborg, 1980, im rechten Querhaus

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Einen neuen, deutlichen Akzent setzt die Kreienbrink-Orgel aus der benachbarten ehemaligen Pfarrkirche St. Vinzenz, die, nach Überarbeitung und Erweiterung sowie farblicher Gestaltung durch den Architekten G. Dahmen-Wassenberg, links neben dem Altarraum aufgestellt und 2002 eingeweiht wurde (26 Register, 2 Manuale). |
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Taufstein von. G. Böhm mit Deckel "Arche Noah" von Th. Heiermann, 1967. Der Taufstein wurde 1999 im Zuge der Neugestaltung des Kirchraums durch P. Böhm an zentraler Stelle im vorderen Bereich der Kirche aufgestellt. Hier ist, bewusst umgeben von einer großzügigen freien Versammlungsfläche, der Ort der Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche durch das Sakrament der Taufe. |
Das Glasmedaillon"Taube mit Olivenzweig" im mittleren Fenster des Chorumgangs (Glasmaler W. und E. Teuwen, 1968) nimmt Bezug auf die Figur des Noah, der in der Darstellung des Taufsteindeckels aus dem Fenster der Arche hierhin blickt. 
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